Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Die Begriffe wie Kreativität und wissenschaftliches Denken sind nicht klar definiert. Aber versuchen wir es. Die Großhirnrinde besitzt 3 wesentliche Assoziationsgebiete: Den Schläfenlappen, der für unsere Erinnerungen und das Gedächtnis wichtig ist, der Hinterhauptslappen, wo die verschiedenen Reize der jeweiligen sensorischen Areale miteinander verknüpft werden und der Stirnlappen, der Kategorisierungen über die einlangenden Informationen durchführt. Die Frage ist, was unterscheidet einen Künstler von einem Wissenschafter und einem Philosophen. Ein Künstler will etwas ausdrücken, ein Wissenschafter will etwas verstehen, genauso wie ein Philosoph. Nur die Methodik ist vielleicht jeweils eine andere. Ein Experimentalphysiker und ein theoretischer Physiker unterscheiden sich sehr stark in der Tätigkeit. Der eine sollte geschult im Beobachten gepaart mit handwerklichem Geschick sein. Für den Theoretiker ist abstraktes Denken wichtiger. Ich glaube man kann diese Frage nicht so einfach beantworten. Wenn man aber weiß, ob Kategorien gebildet werden müssen, ob Erinnerungen benötigt werden oder ob das aktuelle Empfinden für den jeweiligen Denkprozeß wichtig sind, dann weiß man welche Gehirnareale besonders aktiv sind. Wichtig ist aber nicht nur der Ort des Geschehens, sondern auch der Prozeß. Alle Denkprozesse lassen sich auf Synchronisation zurückführen - seien es kreative oder auch "normale" Gedanken.