Man muß zwischen verschiedenen Drogen unterscheiden. Jede Droge wirkt direkt am Neuron. Es gibt Drogen, die die Reizweiterleitung unterbinden (Alkohol), in dem sie auf die Myelinhülle wirken. Es gibt Drogen, die den Abstand zwischen dem Ruhemembranpotential und dem Schwellwertpotential verändern. So kann eine Gruppe von Neuronen unter Einfluß von Drogen nun schwerer oder leichter synchronisieren. Dies kann im ersteren Fall zu extrem "langsamen" Denkenprozesse führen - auch können Assoziationen nur schwer herbeigeführt werden. Wenn die einzelnen Assemblies schneller synchronisieren, dann können mehr Gedanken gedacht werden. Leider führt dies zu Assoziationen, die unerwünscht sind. Man glaubt Zusammenhänge erkennen zu können, die aber nicht existieren. Manche Drogen führen zu einer erhöhten oder erniedrigten Neurotransmitterausschüttung an der Synapse. Dies hat ebenso einen massiven Einfluß auf die Synchronisation. Natürlich können Drogen nur auf einzelne Areale des Gehirns wirken. Das heißt, die Drogen beeinflußen modulatorische Kerne. Diese Kerne können dann sehr spezifisch auf unterschiedliche Areale einwirken und - wie könnte es anders sein - die dortigen Synchronisationsbedingungen beinflussen. Zur weitern Lektüre empfehle ich das Buch "Chemie der Psyche" von Solomon Snyder.